Splendor

Daniel Deckers zieht eine erste Bilanz:

„Alleine die Vorbereitung der ‚Tage der Begegnung‘ hat so viel verborgene Dynamik in Pfarreien und Verbänden, Orden und geistlichen Gemeinschaften ans Licht gebracht und zur Wiederentdeckung alter Kirchenschätze geführt, daß das Gerede über einen erstarrten Katholizismus in Deutschland vollkommen gegenstandslos ist. Auch in der Kirche gilt der Satz, daß nicht alles Gold ist, was glänzt. Aber die Umkehrung dieses Satzes stimmt nicht: daß etwas deswegen nicht Gold sein darf, nur weil es glänzt.“ [FAZ]

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Preiswürdig

An dummen und realitätsfernen Klischees über die Teilnehmer des Weltjugendtages herrscht kein Mangel. Den Preis für den dümmsten Kommentar erhält jedoch nach einstimmigem Votum der Jury das flämische Blatt De Morgen:

„Man kann sich fragen, ob all die Jugendlichen auch große Fans des neuen Papstes sind. Plastischer ausgedrückt: Wie viele der jungen Mädchen und Frauen, die ihm bei seiner Abendmahlfeier zujubeln werden, haben an dem Tag wohl die Pille geschluckt, bevor sie die Hostie zu sich nehmen?“ [Deutschlandfunk/Presseschau]

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Hymnus

Tod und Vergehen
waltet in allem,
steht über Menschen,
Pflanzen und Tieren,
Sternbild und Zeit.

Du hast ins Leben
alles gerufen.
Herr, deine Schöpfung
neigt sich zum Tode:
Hole sie heim.

Schenke im Ende
auch die Vollendung.
Nicht in die Leere
falle die Vielfalt
irdischen Seins.

Herr, deine Pläne
bleiben uns dunkel.
Doch singen Lob wir
dir, dem dreieinen,
ewigen Gott. Amen.

Hymnus der Komplet vom Dienstag

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Miegel/Biedenkopf

Kurt Biedenkopf hält heute in einem FAZ-Interview (1,50 EUR) fest, dass das demografische Problem nicht erst gestern entdeckt wurde:

„1977 habe ich, zusammen mit Meinhard Miegel, das ‚Institut für Wirtschaft und Gesellschaft‘ in Bonn gegründet. Wir waren überzeugt, dass die enormen Probleme, die sich schon damals auf unser Land zubewegten, wissenschaftlich untersucht und politisch bewusst gemacht werden mussten. Neben den Folgen des Geburtenrückgangs ging es uns um die Folgen der schnell ansteigenden Staatsverschuldung, der Fehlentwicklungen im Arbeitsmarkt und der expandierenden Ansprüche an das Sozialsystem. Für uns stand bereits Ende der siebziger Jahre fest, dass es angesichts der demografischen Entwicklung nicht möglich sein würde, das durch Umlage finanzierte Alterssicherungssystem beizubehalten.“ [Perlentaucher]

Und wir hatten Miegel/Biedenkopf bereits in den späten achtziger Jahren im Gemeinschaftskundeunterricht der Oberstufe. 25 Jahre bis zur Wahrnehmungsschwelle.

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