Alle Artikel von mr94

Godbit

Christliches Webdesign darf nicht schlechter als säkulares sein. Meint das Godbit Project:

The purpose of this site is to help the Church catch up with the rest of the world in adherence to standards given by the World Wide Web Consortium, the governing body of best-practices on the Internet. The majority of Christian web design agencies are using outmoded methods of coding to create websites that the rest of the world would scoff at. Basically, they are stuck in the 1990’s.

This is so common in fact, that the term “Christian” when associated with the Internet has become synonymous with “sub-par.” Without pointing fingers specifically, some of these practices include overuse of JavaScript, malformed (X)HTML, all-Flash websites, and over-dependence on tables for layout.

We realize that if anything is going to change, we need to stop simply poking fun at these agencies, and start educating them, as well as making churches and pastors aware of how they are being short-changed by doing business with such individuals. Our vision then, is to highlight churches, freelance designers and web agencies that are on the cutting-edge of web methodologies, in order to give others something to aspire after. We want to be a city on a hill.

Mt 5,14 meint dazu:

Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.

Von Liturgie keine Ahnung

Der Perlentaucher zitiert aus der FR:

Wenig mehr als „Jesus-hat-uns-alle-lieb-Architektur“ hat Rudolf Maria Bergmann in der Kunsthalle Krems gesehen. Die Ausstellung dort über Kirchenbauten seit 1989 greife zwar in die aktuelle Diskussion ein. „Wenn jedoch im Katalog behauptet wird, ‚eine neue Architektengeneration‘ nähere sich dem Thema ‚mit erfrischender Unbefangenheit‘, heißt das im Klartext, dass die Wenigsten von Liturgie eine Ahnung haben. Manche der vorgestellten Bauten vermitteln den Eindruck, Theologie sei eine Bastelanleitung für eine Religion des Ästhetischen und keine Wissenschaft. Um zu beeindrucken, werden alle Register gezogen, minimalistischer Kitsch, aufgeregter Edelmaterialmix, atemberaubende Formen, übermächtige Räume. Eine Sturzflut von Bildern, die in ihrer Beliebigkeit nur zur Bildlosigkeit führen: Die Lattenkiste ginge auch als Fahrradparkhaus durch, coole Glasschreine und messerscharfkantige Betonkästen könnten ebenso gut Niederlassungen von IT-Firmen sein.“

Neodarwinismus vs. Intelligent Design?

Zweiter Teil einer Reihe zur Schöpfungstheologie. Teil 1: Evolution vs. Schöpfung?

Der biblische Schöpfungsglaube gründet in einer Abwendung vom Mythos. Zwar sind in den biblischen Schöpfungstexten mythische Elemente nachzuweisen, doch der Schöpfungsglaube lehnt die mythische Deutung ab und fasst die Schöpfung als geschichtliches Geschehen auf. Damit ist eine „Beziehung zum Naturwissen“ (Scheffczyk) und damit zur Naturwissenschaft gegeben, die prinzipiell zu Konflikten führen kann.

Die moderne Naturwissenschaft lässt an keiner Stelle ihrer Theorien Gott oder göttliches Handeln als Erklärung zu. Dieser methodische Ausschluss hat vom Konflikt entlastet, die Gottesfrage entscheiden zu müssen, und damit die Möglichkeit eröffnet, jede naturwissenschaftliche Erklärung selbst wieder nach Ursache und Wirkung zu befragen. Das Schöpfungsgeschehen ist deshalb aus dem Gegenstandsbereich der Naturwissenschaft entlassen.

Diese Einschränkung hat zur Folge, dass der Schöpfungsglaube naturwissenschaftlich neutral wird. Die Naturwissenschaft muss weder annehmen, dass Gott Schöpfer der Welt ist noch dass er überhaupt existiert. Dass diese Enthaltung als „methodischer Atheismus“ beschrieben werden kann, sollte indes nicht zur Annahme verleiten, die Naturwissenschaft setze die Nichtexistenz Gottes voraus, sei also im Kern atheistisch. Sie schließt vielmehr einige Fragen methodisch und a priori als nicht naturwissenschaftlich aus. Allein das „Wie“ der Schöpfung (der Welt, der Natur) bleibt ihr Gegenstand, während die Fragen nach dem „Dass“ und dem „Warum“ aus dem empirischen Feld der Naturwissenschaften verschwinden.

Diese Fragen sind weltanschauliche Fragen, die nun nicht mehr naturwissenschaftlich beantwortet werden können, sondern im Grunde individuell, von jedem einzelnen Menschen beantwortet werden müssen. Wie diese Antwort ausfällt, sollte keinen Einfluss auf naturwissenschaftliche Arbeit haben. Zwischen Naturwissenschaft und Religion wird eine Grenze gezogen.

Insofern dürfte es nicht verwundern, dass mit den Mitteln der Naturwissenschaft kein Schöpfer und keine Schöpfung bewiesen (oder widerlegt) werden kann. Denn die „Gotteshypothese“ (Laplace) ist ja a priori ausgeschlossen. Phänomene, für die sich mit empirischen Mitteln keine „natürliche“ Erklärung finden lässt, müssen solange ungeklärt bleiben, bis eine solche gefunden wird.

Aber ist die naturwissenschaftliche Methode der einzige Zugang zur Wirklichkeit? Dies zu bejahen, hieße, allen anderen Wissenschaften, aber auch der Kunst oder der Religion ihre Berechtigung zu bestreiten. Im Kern ist das die Position eines weltanschaulichen Neodarwinismus, der mit der Evolutionstheorie die gesamte (beobachtbare) Wirklichkeit zu erklären beansprucht und gegen den sich Schönborn wendet.

Sein logisches Gegenstück ist die ID-Theorie. Würde Intelligent Design als naturwissenschaftliche Theorie anerkannt, käme dies einem Bruch mit der modernen Naturwissenschaft gleich: Der Schöpfer als Hypothese wäre wieder zugelassen. Daher lässt sich die Vehemenz erklären, mit der Teile der öffentlichen Debatte geführt werden. Solche epistemischen Brüche sind in der Wissenschaftsgeschichte relativ selten.

Als Gegenbewegung zu einem weltanschaulichen Neodarwinismus hingegen lässt sich das Aufkommen der ID-Theorie gut erklären. Wenn die naturwissenschaftliche Methode der einzige Zugang zur Wirklichkeit ist, dann muss der Schöpfer einen Platz innerhalb des naturwissenschaftlichen Theoriegebäudes bekommen, wenn er existiert. Vertreter der ID-Theorie und weltanschauliche Neodarwinisten teilen also die gleiche, einseitige Grundannahme.

Hilarius von Poitiers

Hilarius, in Poitiers um 315 geboren, im Mannesalter getauft; um 350 Bischof in seiner Heimatstadt. Er kämpfte gegen die­ arianische Irrlehre (Leugnung der Gottheit Christi), darin dem hl. Athanasius vergleichbar (2. Mai). Von Kaiser Konstantius wurde er nach dem Osten des Reiches verbannt. Dort schrieb er sein Hauptwerk „Über die Dreifaltigkeit“. Nach dem Tod des Konstantius konnte Hilarius wieder nach Poitiers zurückkehren, wo er um 367 starb. Er war ein Kenner der Heiligen Schrift (Erklärungen zu den Psalmen und zum Matthäus­evangelium) und verfasste auch lateinische Hymnen. [Schott]

Das Unsagbare

„Es blieb mir nichts anderes übrig: Mit meinen ungeschickten Worten versuchte ich, die unaussprechlichen Mysterien zu erklären. An die Zufälligkeiten der menschlichen Sprache lieferte ich die Geheimnisse aus, die eigentlich in der gläubigen und ehrfürchtigen Seele verwahrt bleiben müssten.“
Hilarius, Über den Glauben, an die Arianer

I. When I was seeking an employment adequate to the powers of human life and righteous in itself, whether prompted by nature or suggested by the researches of the wise, whereby I might attain to some result worthy of that Divine gift of understanding which has been given us, many things occurred to me which in general esteem were thought to render life both useful and desirable. And especially that which now, as always in the past, is regarded as most to be desired, leisure combined with wealth, came before my mind. The one without the other seemed rather a source of evil than an opportunity for good, for leisure in poverty is felt to be almost an exile from life itself, while wealth possessed amid anxiety is in itself an affliction, rendered the worse by the deeper humiliation which he must suffer who loses, after possessing, the things that most are wished and sought. And yet, though these two embrace the highest and best of the luxuries of life, they seem not far removed from the normal pleasures of the beasts which, as they roam through shady places rich in herbage, enjoy at once their safety from toil and the abundance of their food. For if this be regarded as the best and most perfect conduct of the life of man, it results that one Object is common, though the range of feelings differ, to us and the whole unreasoning animal world, Since all of them, in that bounteous provision and absolute leisure which nature bestows, have full scope for enjoyment without anxiety for possession.
On the Trinity (Book I)

Eskalation

Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.

Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden.

Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.

Mt 18,15-17