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Jobbeschreibung

Anne Applebaum kommt in der Welt noch einmal auf die Regensburger Vorlesung zurück:

Einige Kommentatoren scheinen zuinnerst schockiert zu sein, dass der Papst den Katholizismus offenbar anderen Religionen und Konfessionen für überlegen erachtet – als ob dieser Glaube nicht ein integraler Bestandteil seines Jobs wäre.

…feiern wir den ersten Tag der Woche als den Tag…

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Als ich seinerzeit mit dem Stundengebet anfing und dann die erste Woche im Jahreskreis erreicht hatte, kam ich ins Schleudern: Warum folgt auf die erste Woche gleich der zweite Sonntag – und nicht der erste? Am Ende der Woche, vulgo Wochenende, liegt doch der Sonntag… Kleiner Denkfehler, der sich aber über die Jahrzehnte eingeschliffen hat (und auch schon manche Manipulationen am einschlägigen Hochgebet nach sich zog).

Hier nun ein Tipp: Bei Outlook lässt sich der erste Tag der Woche einstellen. Als Nebenwirkung könnte zwar die Wochenzählung in manchen Jahren etwas verwirrt werden, aber das ist dann für mich das kleinere Übel.

Moderne Mythen

Gestern habe ich das erste Gespräch [MP3] aus der Reihe „Wiederkehr der Religion?“ im Deutschlandfunk gehört. Gesprächspartner war der agnostische Philosoph Kurt Flasch.

Irgendwie doch witzig, dass ein gebildeter Mann wie er, explizit interessiert an der Wahrheitsfrage, offensichtlich der Meinung ist, die Kirche habe bis zur Erfindung der historisch-kritischen Exegese ein wortwörtliches Verständnis der Bibel gelehrt. Dies sei dann „zusammengebrochen“, weshalb nun zum Beispiel allegorisch interpretiert werde (was ihn nun wiederum nicht überzeugen könne).

Da kennt er aber die Kirchenväter schlecht, und er scheint auch nicht zu wissen, dass der Bibelfundamentalismus erst eine (moderne, protestantische) Reaktion auf die diversen Exzesse der modernen (protestantischen) Exegese ist.

Wie wäre es denn, lieber Deutschlandfunk, jemanden zu fragen, der sich mit sowas auskennt?

Auch nett übrigens, wie Flasch den von Jochen Rack ins Feld geführten Gianni Vattimo und dessen mythologisches Credo-Verständnis abfertigt…

The only Rationalistic Religion

There is, for instance, one influence that grows stronger every day, never mentioned in the newspapers, not even intelligible to people in the newspaper frame of mind. It is the return of the Thomist Philosophy; which is the philosophy of commonsense, as compared with the paradoxes of Kant and Hegel and the Pragmatists. The Roman religion will be, in the exact sense, the only Rationalistic religion. The other religions will not be Rationalist but Relativist; declaring that the reason is itself relative and unreliable; declaring that Being is only Becoming or that all time is only a time of transition; saying in mathematics that two and two make five in the fixed stars, saying in metaphysics and in morals that there is a good beyond good and evil. Instead of the materialist who said that the soul did not exist, we shall have the new mystic who says that the body does not exist. Amid all these things the return of the Scholastic will simply be the return of the sane man.

[GKC The Well and the Shallows CW3:475, zit. in einem Kommentar bei The Curt Jester]

Welteroberung

Zwei Dinge, die ich in den letzten Tagen gelernt zu haben glaube (und zwar aus dem Spiegel wie auch der FAZ vom Sonnabend, in der der Althistoriker Egon Flaig unter der Überschrift „Der Islam will die Welteroberung“ auf fast eineinhalb Seiten dessen Expansion erläutert):

Der Islam verbreitet nicht unbedingt den Glauben durch das Schwert – aber auf jeden Fall seine Rechtsordnung, die Scharia. Dies ist das Ziel des Dschihad.

Der Spiegel zitiert die Freitagspredigt von Scheich Omar al-Bakri aus dem Libanon.

Sein Thema: die Christen, die Juden – und der Dschihad.

Was der Papst gesagt habe, sei falsch und richtig zugleich, begann der erklärte Verehrer Osama Bin Ladens seine Predigt im nordlibanesischen Tripoli. Falsch sei alles, was der ungläubige Pontifex über den Propheten sagte – „ob er es nun zitiert oder gemeint hat oder was immer“.

Wahr hingegen sei, dass es im Glauben keinen Zwang gebe. Da lasse der Koran keinen Raum für Zweifel. „Wir gehen nicht vor wie die Christen in der Reconquista und sagen: Nimm unsere Religion an, oder wir bringen dich um!“ Da sei der Koran ganz ohne Leidenschaft: „Ob die Ungläubigen lieber ungläubig bleiben und zur Hölle fahren wollen, das ist ihre Sache.“

Unmissverständlich und in jeder Hinsicht zwingend sei dagegen der Auftrag zum Dschihad: „Es gibt den Zwang, den Islam als politische Ordnung durchzusetzen – so wie die Heere des Islam Teile des Römischen und des Persischen Reiches erobert haben.“ Dieser Auftrag sei selbstverständlich offensiv, beharrt Scheich Bakri: „Lasst euch da nichts vormachen.“ Das Dar al-Harb, das Haus des Krieges, erobert der Islam „mit dem Schwert und nicht mit dem Gedanken“.

When she was 43

A small detail of the marriage of the Pope’s parents come to light during his trip. His parents found each other through the personal ads in a newspaper: „Staunchly Catholic man, policeman, looks for a Catholic girl for marriage“. Maria was 34 when they married. Her last child Joseph arrived when she was 43.

Hartwig Bouillon: The Pope tackles modernity [MercatorNet]