Aus dem Perlentaucher:
Der Figaro zeigt in einer sehr hübschen Bilderstrecke einen interkulturellen Dialog zwischen John Galliano und der katholischen Kirche.
Aus dem Perlentaucher:
Der Figaro zeigt in einer sehr hübschen Bilderstrecke einen interkulturellen Dialog zwischen John Galliano und der katholischen Kirche.
Bei der Erschaffung gebot Gott, der Schöpfer, den Pflanzen, Frucht zu bringen je nach ihrer Art. So befiehlt er auch den Christen, den lebendigen Pflanzen seiner Kirche, Frucht der Frömmigkeit zu bringen je nach persönlicher Eigenart, nach Stand und Beruf.
Anders, so möchte ich sagen, muß ein Edelmann fromm sein als ein Handwerker, anders ein Diener als ein Fürst, anders eine Witwe als ein unverheiratetes Mädchen oder eine in der Ehe lebende Frau. Doch nicht genug damit: auch die Ausübung der Frömmigkeit selbst muß der Kraft, der Tätigkeit und der Aufgabe eines jeden in besonderer Weise angepaßt sein.
Sag mir bitte, liebe Philothea, ob es angebracht wäre, wenn ein Bischof wie ein Kartäuser die Einöde aufsuchte! Wenn Verheiratete sich nicht stärker um die Mehrung ihres Vermögens bemühen würden als ein Kapuziner; wenn ein Handwerker nach Art der Ordensleute den ganzen Tag in der Kirche verbrächte, die Ordensleute aber wie die Bischöfe dauernd den Anforderungen ausgesetzt wären, die sich im Zusammenhang mit der Not der Mitmenschen ergeben! Wäre ein solches Ordensleben nicht vielmehr lächerlich, ungeordnet und unerträglich?
Und doch begegnet dieser Fehler häufig. Wenn die Frömmigkeit nur wahr und aufrichtig ist, zerstört sie nichts, sondern vervollkommnet und vollendet alles. Wenn sie jedoch der Berufung und dem Stand eines Menschen widerspricht, ist sie ohne Zweifel falsch.
Die Biene sammelt ihren Honig aus den Blüten, ohne sie im geringsten zu schädigen oder zu zerstören; sie hinterläßt sie vielmehr heil und frisch, wie sie sie vorfand. Die wahre Frömmigkeit tut dies noch besser: sie zerstört nicht nur keine Form von Beruf oder Tätigkeit, sondern macht sie sogar gefälliger und schöner.
Durch sie wird dir auch die Sorge für die Familie friedvoller, die gegenseitige Liebe von Mann und Frau wird lauterer, der Dienst bei den Fürsten gewinnt an Treue, und alle Tätigkeiten, welche immer es seien, werden angenehmer und ansprechender.
An welcher Stelle immer wir stehen, stets können und sollen wir uns um das vollkommene Leben bemühen.
Zweite Lesung der Lesehore zum Gedenktag des hl. Franz von Sales (Lektionar zum Stundenbuch II/4)
Ich würde den Laden ja sofort kaufen, wenn ich könnte. Aber ich bin ja nur ein einfacher Arbeiter im Weinberg von ProSieben und kann finanziell leider noch nicht ganz mithalten.
Zeige mir, Herr, deine Wege,
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich;
denn du bist der Gott meines Heiles.
Auf dich hoffe ich allezeit.
Denk an dein Erbarmen, Herr,
und an die Taten deiner Huld;
denn sie bestehen seit Ewigkeit.
Denk nicht an meine Jugendsünden und meine Frevel!
In deiner Huld denk an mich, Herr, denn du bist gütig.
Gut und gerecht ist der Herr,
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.
Die Demütigen leitet er nach seinem Recht,
die Gebeugten lehrt er seinen Weg.
Ps 25 (24), 4-5.6-7.8-9 (Antwortpsalm vom 3. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B)
Der bekennende Atheist wirft im Rheinischen Merkur einen scharfsichtigen Blick auf die Situation der Kirche in Deutschland:
Wo sehen Sie die Freiheit der deutschen Kirchen eingeschränkt?
Beim Geld. Ein deutscher Bischof spricht von Armut, ein französischer ist arm. Als die Wochenzeitung „L’Observateur“ vor kurzem die Gehälter wichtiger Leute in Paris veröffentlichte, war der Erzbischof einer der ärmsten. Er bekommt Wohnung und Essen und 1000 Euro im Monat, und er fährt sein selbst bezahltes Auto selber. Das Geld ist ein Verhängnis der Kirchen in Deutschland. Immer wenn die Steuern gesenkt werden, jammern die Kirchen. Ihr enormer Apparat belastet sie.
Wo sehen Sie ein Problem, wenn die Kirchen von 26 Millionen Mitgliedern Beiträge erheben, auch wenn sie sie durchs Finanzamt einziehen lässt?
Nein, nein, sie hat es von Leuten, denen das Geld weggenommen wird, weil sie nicht wagen, aus der Kirche auszutreten. Wie viele Gläubige gibt es unter den Kirchensteuerzahlern? In Deutschland müssen Sie auch so lange Ihre Zeitung abonnieren, bis Sie ein Kündigungsschreiben schicken. In Frankreich bezahle ich mein Abonnement nicht mehr, und es ist Schluss. Unsere Kirchen sind bettelarm, aber so scheinen sie mir dem Evangelium treuer zu sein als die reichen Deutschen.
Das ganze Interview ist des Lesens würdig. Grosser hat im vergangenen Herbst ein Buch mit dem Titel „Die Früchte ihres Baumes. Ein atheistischer Blick auf die Christen“ veröffentlicht.
Oder: Wie man ein ambitioniertes Projekt möglichst schnell in die Grütze reitet. In 25 einfachen Schritten.
Prolog
Die folgende Liste ist insofern fiktiv, als sie eine Strategie voraussetzt, die ich in der Realität nicht unterstellen möchte. Im Gegenteil – ich nehme an, dass die unten beschriebenen und interpretierten Vorgänge einer Mischung aus Unerfahrenheit und Unsicherheit entsprungen sind (aber auch das ist nur eine Vermutung).
Was ich beschreibe und interpretiere, ist allein der öffentlich entstandene Eindruck. Für sein Image ist jeder selbst verantwortlich, der in der Öffentlichkeit agiert, und sei es nur die Halböffentlichkeit der Blogozese. Es ist eine Aufgabe professioneller Öffentlichkeitsarbeit, größte anzunehmende Unfälle wie den hier geschehenen zu vermeiden.
Und damit Vorhang auf für
Angst, Unsicherheit und Zweifel
Der Softwaretitan Microsoft verfolgte über lange Zeit erfolgreich eine Strategie, die fear, uncertainty and doubt in den Köpfen der Konsumenten zu verankern trachtete. Diese Strategie setzt auf Kontroversen, ist nicht ohne Risiko und nur für einen marktbeherrschenden Absender geeignet, wenn sie nicht ins Desaster führen soll.
Was passiert, wenn eine Horde Greenhorns im Web mit Elementen einer FUD-Strategie arbeitet? Wir werden sehen. Die folgende Polemik (sic!) ist nichts für Leute mit schwachen Nerven. Bitte anschnallen und das Rauchen einstellen.
Epilog
Natürlich war alles ganz anders. Ich bin nicht neutral, sondern Partei. Der Mensch, mit dem ich mich am Mittag noch zum Kaffee verabredet hatte, reicht am Abend des gleichen Tages einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen mich ein. Dazwischen lag genau eine Mail, deren voller Wortlaut bekannt ist. Kein weiterer Kommunikationsversuch, keine Bedenkzeit.
An mich trägt er die Erwartung heran, ich möge mich einsichtig zeigen. In was bitte? Wo ist die Rechtfertigung für einen juristisch bewehrten Angriff auf mich? Wo ist überhaupt die Begründung, die über den blanken Willen zur Macht hinausgeht? Ich sehe keine. Was übersehe ich?
Ich bin es gewohnt (seit 1994), Differenzen im Internet per Palaver zu klären. Und zwar im Medium selbst. Schon der Griff zum Telefon ist eine eher seltene Eskalationsstufe. Aber der Griff zur juristischen Keule überschreitet alle Grenzen. Der Höflichkeit, des Respekts, des Anstands.
Stresstest nicht bestanden, würde ich sagen, wenn man mich fragte. Zu welchen Kurzschlussreaktionen käme es denn, wenn es mal wirklich ernst wäre? Keine Ahnung. Muss ich Angst haben?
Wenn ich einen Strich unter die oben glossierten Ereignisse der letzten Monate ziehe, dann erkenne ich einen Kampf (sic!) um Deutungshoheit. Ich sehe einen neuen, aggressiven Mitspieler, der den Ton und die Mittel der Auseinandersetzung erheblich verschärft hat, der sich und seinen Anspruch vehement verteidigt und mit aller Kraft darum ringt, seinen Kontrahenten die Schuld in die Schuhe zu schieben.
Aber wahrscheinlich sehe ich nur Gespenster.
Gott, du bist der Ruhm deiner Kirche
und die Kraft ihrer Hirten.
Du stärkst die Märtyrer zum Zeugnis
und belohnst sie mit ewiger Herrlichkeit.
Höre auf die Fürsprache des heiligen Papstes Fabian,
mit dem uns der Glaube an Christus verbindet,
und hilf auch uns,
dir bis in den Tod die Treue zu bewahren.
Tagesgebet
The purpose of this site is to help the Church catch up with the rest of the world in adherence to standards given by the World Wide Web Consortium, the governing body of best-practices on the Internet. The majority of Christian web design agencies are using outmoded methods of coding to create websites that the rest of the world would scoff at. Basically, they are stuck in the 1990’s.
This is so common in fact, that the term “Christian” when associated with the Internet has become synonymous with “sub-par.” Without pointing fingers specifically, some of these practices include overuse of JavaScript, malformed (X)HTML, all-Flash websites, and over-dependence on tables for layout.
We realize that if anything is going to change, we need to stop simply poking fun at these agencies, and start educating them, as well as making churches and pastors aware of how they are being short-changed by doing business with such individuals. Our vision then, is to highlight churches, freelance designers and web agencies that are on the cutting-edge of web methodologies, in order to give others something to aspire after. We want to be a city on a hill.
Mt 5,14 meint dazu:
Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.
Selbst wenn die „Kindergärtnerin an der Spitze“ noch so lächelt: Auch Ursula von der Leyen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die CDU gerade ihr traditionelles Bild der Normalfamilie zugunsten einer leistungsfähigeren Gesamtbevölkerung aufgibt, meint Johan Schloemann.
„Ganztagsschulen, Kinderkrippen, Elterngeld, Schlechterstellung der hedonistischen Kinderlosen, Integration durch gleiche Bildung für alle in Kindergarten und Schule, Ausschöpfung der Arbeitskraft möglichst aller Bürger – das sind klassische Kennzeichen einer massiv in die Gesellschaft und die Lebensplanung hineingreifenden staatlichen Planung: Und nun soll all dies nach gut 60 Jahren CDU nicht mehr als eine kosmetische Korrektur sein? Wenn man genauer hinsieht, erkennt man jedenfalls, dass, wer sich dem bürgerlichen Lager zurechnet, heute unter einer prekären Gespaltenheit zwischen Geschäft und Weltbild zu leiden hat.“
Alles in allem übrigens genügend Gründe, nicht CDU zu wählen, denn mit einem „christlichen Verständnis vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott“ (CDU-Grundsatzprogramm von 1994) hat das nichts zu tun.