Fuigentius Bellelli, +1713, Theologe (Marmorbüste in St. Apollinarus zu Rom) [Spiegel Online]
Alle Artikel von mr94
Unwürdige Hirten
„In der Sommerresidenz des Papstes kommt es heute zu einem unerwarteten Showdown, verkündet Alexander Kissler [in der Süddeutschen Zeitung]. Das abtrünnige Schaf Fellay trifft den Oberhirten Benedikt.
‚Bernard Fellay wurde im Juli 1988 exkommuniziert. Zwei Tage zuvor hatte ihn der traditionalistische Kirchenrebell Marcel Lefebvre, ehemals Erzbischof von Dakar, widerrechtlich zum Bischof geweiht. Heute leitet Fellay als Nachfolger Lefebvres die ‚Priesterbruderschaft Sankt Pius X.‘ (deutsche Sektion) – jene sendungsbewusste Vereinigung, die die römische Kurie des Verrats am Glauben zeiht, die Päpste der letzten 40 Jahre für ‚unwürdige Hirten‘ hält, sich selbst aber für die Schar der Aufrechten, denen die ‚Gnade der Errettung‘ zuteil wurde.'“ [Perlentaucher]
Regierungswechsel
„Papst zimmert sich neue Regierung“ [Spiegel Online]
Wahlempfehlung
Enthauptung Johannes‘ des Täufers
Katechese
Wenn es um meine Landesbischöfin geht, dann kann ich natürlich nicht fehlen. Wie Scipio sagt: Jeder sollte einen haben!
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Jungkonservativ
Wolfgang Huber im Interview mit der Berliner Zeitung:
„Erstaunt es Sie nicht, dass ein gesellschaftlich sehr konservativer alter Mann wie der Papst so viel Zulauf von der Jugend hat?
Zunächst wird man einräumen müssen, dass es nicht nur konservative alte Männer gibt, sondern auch konservative junge Männer und Frauen. Deswegen sollten wir mit der Möglichkeit rechnen, dass unter den jungen Leuten, die zum Papst gepilgert sind, auch solche sind, die ihm zustimmen.“
Schlau, schlau. Auch der Rest des Gespräches lohnt die Lektüre. Huber scheint besser als seine Amtskollegin Margot Käßmann zu wissen, was ein Ablass ist:
„Es gibt Einsichten der Reformation, die über die Jahrhunderte ihre Gültigkeit unverändert behalten. Dazu gehört nach meiner festen Überzeugung das, was Martin Luther über den Ablass gesagt hat. Die Vorstellung, gegen Sünder würden Fegefeuer-Strafen verhängt, von denen er sich mit Hilfe eines Ablasses freikaufen kann, ist für evangelische Christen nicht nachvollziehbar.“
Zwar etwas überpointiert, aber jedenfalls nicht falsch. Im Übrigen zeigt diese Kontroverse, was von der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre (1999) zu halten ist – in der Worte wie Ablass, Sündenstrafen oder Fegefeuer wohl aus guten Gründen nicht auftauchen.
Fraglich allerdings, ob Huber gut beraten ist, sich zum Steuerkonzept von Paul Kirchhof zu äußern. Zwar bringt ihm diese Stellungnahme reichlich Schlagzeilen ein – aber um welchen Preis? Will er sich als Steuerexperte profilieren?
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Wissenschaft
Der Physiker, Astronom und Philosoph Victor J. Stenger veröffentlicht den Entwurf für ein Buch mit dem Titel „God: The Failed Hypothesis. How Science Shows That God Does Not Exist“ im Internet. Wie er selbst betont, ist das Manuskript noch stark in Veränderung begriffen. Eine dieser Variationen betrifft übrigens den Titel. Im Juni lautete er noch: The Hypothesis That Failed – Why Science Can Now Prove That God Does Not Exist. Man beachte die subtile Differenz. [mykath.de]
Augustinus
Der Deutschlandfunk erinnert heute an Aurelius Augustinus, der vor 1575 Jahren starb (sein Gedenktag wird in diesem Jahr vom Sonntag verdrängt):
„396 wurde Augustinus Bischof von Hippo Regius im heutigen Algerien. In den Auseinandersetzungen mit christlichen Splittergruppen prägte er kirchliche Glaubenspositionen, die besonders auf die Theologie des Mittelalters wirkten, im heutigen Christentum allerdings als sehr konservativ gelten.“ [MP3]
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22. Sonntag im Jahreskreis
In jenen Tagen begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen.
Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht geschehen!
Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Mt 16, 21-23

