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Das helle und ewige Licht

Sophronius von Jerusalem (+ 638)

Aus einer Rede am Fest der Darstellung des Herrn.

Lasst uns das helle und ewige Licht aufnehmen

Wir wollen dem Herrn alle entgegen gehen, wir alle, die sein Geheimnis verehren; mit willigem Herzen lasst uns alle gehen! Keiner schließe sich von der Begegnung aus, niemand bleibe dem Tragen des Lichtes fern!

Wir entzünden den Glanz der Kerzen, um das göttliche Licht der Ankunft dessen anzuzeigen, von dem alles leuchtet, durch den die böse Finsternis verjagt wird und alles von der Fülle ewigen Lichtes hell wird. Wir tun es auch, um sichtbar zu machen, mit welchem Glanz der Seele wir Christus entgegeneilen müssen.

Wie die jungfräuliche Gottesmutter unbefleckt das wahre Licht auf den Armen trug und bei denen war, die in Finsternis und im Dunkel des Todes saßen [1], so wollen auch wir, von seinen Strahlen erleuchtet, in den Händen das Licht, das allen erscheint, dem entgegeneilen, der wahrhaft das Licht ist.

«Das Licht kam in die Welt» [2] und erhellte sie, die von Finsternis umfangen war. Das strahlende Licht aus der Höhe [3] kam zu uns und leuchtet denen, die in Finsternis und im Dunkel des Todes saßen. Das ist unser Mysterium, und darum schreiten wir mit Lampen einher, darum sind wir mit Lichtern herbeigeeilt, um zu zeigen, daß uns das Licht aufgeleuchtet ist, um anzudeuten, welcher Glanz von ihm auf uns übergehen wird.

Darum laßt uns alle zusammen laufen, laßt uns alle Gott entgegeneilen!

Niemand von uns bleibe ohne die Weihe dieses Lichtes, niemand, den es erfüllt, bleibe im Finstern. Voll Glanz wollen wir alle hervortreten, erleuchtet lasst uns ihm alle zusammen entgegen gehen und mit dem greisen Simeon das klare und ewige Licht in Empfang nehmen. Mit ihm wollen wir im Herzen jubeln und dem Erzeuger und Vater des Lichtes, der das wahre Licht gesandt, das Dunkel verscheucht und alles zum Leuchten gebracht hat, den Hymnus des Dankes singen! [4] Auch wir haben das Heil Gottes gesehen, das er vor allen Völkern bereitet und zu unserer, des neuen Israel, Herrlichkeit geoffenbart hat. Wir lebten im Dunkel der alten Sünde und wurden wie Simeon beim Anblick Christi von den Fesseln des gegenwärtigen Lebens befreit.

Auch wir haben Christus, als er aus Betlehem zu uns kam, im Glauben umarmt und wurden aus Heiden zu Gottes Volk, denn er ist das Heil Gottes des Vaters.

Wir haben mit den Augen den Mensch gewordenen Gott gesehen, und als wir Gottes Gegenwart sahen, haben wir ihn im Geist auf die Arme genommen, und seitdem werden wir das neue Israel genannt.

Alljährlich feiern wir dieses Kommen Gottes und werden es niemals vergessen.

[1] Lk 1,79.
[2] Joh 1.9.
[3] Lk 1,78.
[4] Lk 2,28—32.

Lektionar zum Stundenbuch II/4
Mit Dank an Peter

Einstellung zum Leben

Pugnus führt das Thema Familienpolitik weiter:

In vielen Zeiten, die für die Menschen wesentlich härter waren, bekamen sie mehr Kinder als heute. Es muß also ein tiefer liegendes Problem vorliegen. Ich vermute, es hängt mit unserer Einstellung zum Leben überhaupt zusammen. Irgend etwas ist hier gestört. In der Bibel ist davon die Rede, daß der Mensch das Leben von Gott empfangen hat. Gott war es, der den Menschen aus Ackerboden formte und ihm dann den Lebensatem einhauchte. Erst dann erging der Auftrag an den Menschen, fruchtbar zu sein und sich zu vermehren.Wer sein eigenes Leben und Schicksal nur schwer annehmen kann, wird sich auch schwer tun, dieses Leben weiterzugeben. Heute könnte man den Eindruck gewinnen, die Weitergabe des Lebens sei weniger eine Freude, sondern – wenn überhaupt – ein sorgenvolles Unterfangen. Unserer Gesellschaft ist die Offenheit für das Leben abhanden gekommen.

Mehrheitsfähige Dummheit

Eigentlich war das Thema mit dem Dies erledigt, jedenfalls für den öffentlichen Teil. Aber dann lese ich im Kompendium:

»Mich beeindruckte die Standhaftigkeit und Treue der Kompendiaten zu dem umstrittenen Autor« und lächelt mich schräg an, weil der ihm gegenüber sitzt. »Du hast ja schon ziemlichen Blödsinn geschrieben und trotzdem standen sie zu dir auch dann, als sie selbst pauschaliert in deinen Topf geworfen wurden«.

Unsachliche Angriffe, bösartige Halbgarheiten, ja, dass komme ihm schon im Umgang der lautstarken, vermeintlichen Majoritäten mit dem Opus Dei bekannt vor. »Jetzt wo die Blödelzese am Kräftigsten schäumt, ist genau der richtige Zeitpunkt, beim Kompendium mitzumachen.« Alles andere wäre auch zu einfach.

Für einen angehenden Juristen klingt sein letzter Satz recht abgeklärt: »Weisst du. Die Dummheit kann auch mehrheitsfähig werden. Eine fiese Kombi. Dann sollte es Menschen geben dürfen, die darauf einmal hinweisen.«

Klingt für mich nach einer Fortsetzung der Affaire.

Rentenbescheid

Was „macht betroffen und jeden katholischen Amtsträger sehr sehr nachdenklich“? Die Antwort von Eugen Drewermann auf die Frage, warum er gerade jetzt (im vergangenen Jahr) aus der Kirche ausgetreten ist (von der er als Apostat schon lange geschieden war):

„Der letzte Anstoss, aus der Kirche auzszutreten, war, wenn Sie so wollen, der Rentenbescheid. Um meine sehr miserable Rente zu bekommen, musste ich eine Erklärung unterschreiben, dass ich nie wieder mein Priesteramt ausüben werde. Nun denn, so brauche ich jetzt endgültig das nicht mehr zu repräsentieren, worin ich mich selbst nicht mehr repräsentiert fühle.“

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Traditionskern unserer Kultur

Roger Köppel kommentiert in der Welt [Perlentaucher]:

Es gibt kein Recht auf Satireverschonung im Westen. Gerade das Christentum ist zum Gegenstand mitleidloser Kritik geworden, zum Objekt satirischer Zerlegung, die den Triumph des Humors über den Gottesdienst markiert. Die Möglichkeit, selbst das Allerheiligste zu verspotten, ist ein Traditionskern unserer Kultur, unverhandelbar, kein Symptom des Niedergangs, wie Kulturpessimisten deuten, sondern ein Beleg für gesunde Instinkte der Respektlosigkeit.

Bin ich Kulturpessimist? Vielleicht.

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Johannes Bosco

Liebe Söhne, wie oft mußte ich mich in meinem langen Leben durchringen zu der großen Wahrheit: Leichter ist es zornig zu werden, als zu ertragen, einem Knaben zu drohen, statt ihm eindringlich zuzureden. Ja, ich sage es: es ist bequemer für unsere Ungeduld und unseren Hochmut, die Fehlenden zu strafen, als sie fest und freundlich zu ertragen und so zu bessern.
Johannes Bosco: Aus einem Brief an seine Mitbrüder (Zweite Lesung der Lesehore vom Gedenktag)

Mehr zu Don Bosco bei lux aeternitatis

Interpretationssache

Heute habe ich meine Grundkurs-Hausarbeit für den Würzburger Fernkurs für fertig erklärt. Viel Zeit blieb auch nicht mehr, denn übermorgen ist der späteste Einlieferungstermin. Mein Schreibtisch sieht schon wieder etwas luftiger aus, diverse Bücher, Lehrbriefe und ausgedruckte Texte sind verschwunden.

Einen davon muss ich lobend erwähnen: Die Interpretation der Bibel in der Kirche, ein grundlegender Text der Päpstlichen Bibelkommission aus dem Jahre 1993. Er geht zurück auf die Initiative eines gewissen Joseph Kardinal Ratzinger und trägt deutlich dessen Handschrift. Was insbesondere heißt, dass er sich gut lesen lässt.

Absolute Pflichtlektüre für jeden, der sich heute mit Exegese beschäftigt! Manche heiß debattierte Frage erledigt sich im Grunde durch einen Blick in dieses Papier. Es gibt ein gut druckbares PDF bei der Deutschen Bischofskonferenz, dort kann der Text auch als fertig gedrucktes Werk bestellt werden.