Qui hábitat in adjutório Altíssimi, in protectióne Dei cœli commorábitur.
Introitus, Dominica Prima in Quadragesima
Den Blick auf die Gründe verstellt eine mit höchstrichterlichem Segen abgesicherte Fiktion, die mit der Rentenrealität nicht viel zu tun hat. Demnach sind Renten Lohn für Lebensleistung, auf den durch Zahlung von Rentenbeiträgen ein Eigentumsanspruch erworben wird.
Wenn das stimmen würde, hätte es weder die Adenauersche Rentenreform noch die Renten für frühere DDR-Bürger geben dürfen. Und auch keine Rentenaufschläge für Kindererziehung. Denn in allen drei Fällen werden Renten gezahlt, ohne dass dafür hinreichend Beiträge gezahlt worden wären.
In Wirklichkeit zahlt die jeweils aktiv im Erwerbsleben stehende Generation mit den Rentenbeiträgen nur ihre Schulden gegenüber der Elterngeneration zurück. Die hat nämlich mit Mühsal und Kosten jene Kinder aufgezogen, die nun das erwirtschaften, von dem die Rentner leben müssen.
Aber warum bekommen dann Kinderlose überhaupt Rente? Dafür gibt es letztlich keine plausible Erklärung, und deshalb gehören Renten für Kinderlose abgeschafft oder mindestens drastisch gekürzt. Wer keine Kinder hat, hat genug freie Mittel, um problemlos zusätzlich zu den Rentenbeiträgen (die ja, wir erinnern uns, nur eine Hypothek gegenüber der Elterngeneration abtragen) eine eigene Altersversorgung aufzubauen.
Wie man es auch dreht und wendet: Seit 35 Jahren ist die Geburtenrate unter das notwendige Minimum gesunken. Und inzwischen geht die erste Generation in Rente, die sich nicht mehr reproduziert hat. Kein Wunder, dass die Renten stagnieren. Die Erwerbstätigen, die für höhere Renten Beiträge zahlen müssten, wurden nie geboren.
Insofern führt auch mein Vorschlag, die Rentenbeiträge nach der Zahl der Kinder zu staffeln, in die Irre. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Rentenkürzungen für Kinderlose, schrittweise von oben nach unten eingeführt, damit die Beiträge sinken können und die Umverteilung von Familien zu Kinderlosen über das Rentensystem aufhört.
Latein ist hip. Und wie. Guy Kawasaki hat sein Blog von „Let the Good Times Roll“ in Bona tempora volvantur umbenannt.
Each day, read the assigned writing. This Lenten discipline should take 10-15 minutes of your day. By day 40, you will have read 10 different Fathers.
Dabei sind u.a. Ignatius von Antiochien, Justin der Märtyrer und Athanasius. Auf Englisch. Mit allen Texten. [PDF]
Exáudi nos, Dómine, quóniam benígna est misericórdia tua:
secúndum multitúdinem miseratiónum tuárum réspice nos, Dómine.
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Über das Leben des Apostels Matthias wissen wir nur, was in der Apostelgeschichte steht (Apg 1,15-25): dass er anstelle des Judas Iskariot zum Apostelkollegium hinzugewählt wurde. Aus der Rede des Petrus ergibt sich auch, dass Matthias zu den Männern gehörte, „die die ganze Zeit mit uns zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging, angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns ging und aufgenommen wurde“ (Apg 1,21-22). Nach der Legende soll Matthias in Äthiopien gewirkt und das Martyrium erlitten haben. Seine Reliquien wurden im Auftrag der Kaiserin Helena nach Trier gebracht; dort werden sie in der Abteikirche St. Matthias verehrt, die im Mittelalter das Ziel vieler Wallfahrten war. [Schott]
Deus, qui beátum Matthíam Apostolórum tuórum collégio sociásti: tríbue, quæsumus; ut, ejus interventióne, tuæ circa nos pietátis semper víscera sentiámus. Per Dóminum nostrum.
Oratio
Et in diebus illis exsurgens Petrus in medio fratrum dixit — erat autem turba hominum simul fere centum viginti:
“Viri fratres, oportebat impleri Scripturam, quam praedixit Spiritus Sanctus per os David de Iuda, qui fuit dux eorum, qui comprehenderunt Iesum,
quia connumeratus erat in nobis et sortitus est sortem ministerii huius.
Hic quidem possedit agrum de mercede iniquitatis; et pronus factus crepuit medius, et diffusa sunt omnia viscera eius.
Et notum factum est omnibus habitantibus Ierusalem, ita ut appellaretur
ager ille lingua eorum Aceldamach, hoc est ager Sanguinis.
Scriptum est enim in libro Psalmorum:
“Fiat commoratío eius deserta,
et non sit qui inhabitet in ea”
et: “Episcopatum eius accipiat alius”.
Oportet ergo ex his viris, qui nobiscum congregati erant in omni tempore, quo intravit et exivit inter nos Dominus Iesus,
incipiens a baptismate Ioannis usque in diem, qua assumptus est a nobis, testem resurrectionis eius nobiscum fieri unum ex istis”.
Et statuerunt duos, Ioseph, qui vocabatur Barsabbas, qui cognominatus est Iustus, et Matthiam.
Et orantes dixerunt: “Tu, Domine, qui corda nosti omnium, ostende quem elegeris ex his duobus unum
accipere locum ministerii huius et apostolatus, de quo praevaricatus est Iudas, ut abiret in locum suum”.
Et dederunt sortes eis, et cecidit sors super Matthiam, et annumeratus est cum undecim apostolis.
Act 1,15-26
Mehr zur Oratio bei Scipio. Ihm und Dr. M. O. W. die allerbesten Wünsche zum Namenstag!
Diese Unterstellung ist weder evangelisch noch katholisch oder jüdisch. Sie ist einfach nur unhaltbar. In letzter Konsequenz hebelt sie alles aus, das reformatorische Prinzip sola scriptura genauso wie die katholische Interpretation der Bibel in der Kirche. Sie öffnet die Tür für eine Manipulation der Heiligen Schrift nach dem Vorbild der Zeugen Jehovas oder der Mormonen.
Sie ist unhaltbar, weil sie unsere kleinen, zeitbedingten Vorstellungen von Gerechtigkeit der göttlichen Gerechtigkeit in ihrer ganzen schrecklichen Grandiosität (und ihrem grandiosen Schrecken) überordnen will. Das kann nur scheitern.
Polykarp kannte noch den Apostel Johannes und wurde von ihm zum Bischof von Smyrna bestellt (vgl. Offb 2, 8-11). Als Sprecher der Kirchen von Kleinasien verhandelte er 155 mit Papst Anicet über den Termin des Osterfestes. In Kleinasien muss er großen Einfluss gehabt haben; die Heiden nannten ihn „den Lehrer Asiens, den Vater der Christen, den Zerstörer der Götter“. Als der römische Statthalter ihm befahl, Christus zu verfluchen, antwortete er: „Sechsundachtzig Jahre diene ich ihm, und er hat mir nie ein Leid getan; wie könnte ich meinen König lästern, der mich erlöst hat?“ Er wurde zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt, und als das Feuer ihn nicht tötete, mit einem Dolch durchbohrt. Über sein Martyrium ist ein zuverlässiger Bericht erhalten. Polykarp ist der letzte Zeuge aus dem apostolischen Zeitalter. [Schott]
Deus, qui nos beáti Polycarpi Martyris tui atque Pontíficis ánnua sollemnitáte lætíficas: concéde propítius; ut, cujus natalítia cólimus, de ejúsdem étiam protectióne gaudeámus.
Oratio
Et angelo ecclesiae, quae est Smyrnae, scribe:
Haec dicit Primus et Novissimus, qui fuit mortuus et vixit:
Scio tribulationem tuam et paupertatem tuam — sed dives es — et blasphemiam ab his, qui se dicunt Iudaeos esse et non sunt, sed sunt synagoga Satanae.
Nihil horum timeas, quae passurus es. Ecce missurus est Diabolus ex vobis in carcerem, ut tentemini, et habebitis tribulationem diebus decem. Esto fidelis usque ad mortem, et dabo tibi coronam vitae.
Qui habet aurem, audiat quid Spiritus dicat ecclesiis. Qui vicerit, non laedetur a morte secunda.
Apc 2,8-11